Suzhou und Ostern
tommy am 15. April, 2012Hallo miteinander,
Wie versprochen kommt jetzt ein kleiner Bericht ueber die Zeit als Meike hier war und wir sowohl in Suzhou waren als auch ein bisschen den Osterhasen durch Peking gescheucht haben.
Wir sind am 1. April ab nach Suzhou, da in der Woche hier das Tomb Sweeping Festival war und somit unter der Woche 3 Tage frei waren. Suzhou gilt quasi als das “Venedig von China”, obwohl ich es persoenlich eher mit Amsterdam als mit Venedig
vergleichen wuerde. Es liegt ein bisschen westlich von Shanghai in der Provinz Jiangsu und liegt an einer Seenplatte, also nicht am Meer. Es hat mit seinen schlappen 4 Mio Einwohnern (gut 10 Mio inkl Einzugsgebiet) nicht mal einen
eigenen Flughafen, weshalb wir nach Wuxi geflogen sind und von dort mit dem Taxi rueber nach Suzhou gefahren sind (ca. 40 Km). Suzhou ist eine sehr alte Stadt (ueber 2.500 Jahre) und ist neben den Kanaelen und Gaerten die es gibt vor allem beruehmt fuer die Produktion von Seide. Viele Teile der Innenstadt und einige Parks sind mittlerweile UNESCO Weltkulturerbe geworden.
Nachdem wir an den Feiertagen dort unterwegs waren ist es leider zugegangen wie bloed und man hatte staendig das Gefuehl in einem Ameisenhaufen unterwegs zu sein, aber es war trotzdem sehr schoen. Am ersten Tag sind wir ein bisschen in der Stadt
rumgelaufen und haben den Huqiu Shan (Tigerhuegel) mit seiner schiefen Pagode besucht. Die Pagode ist glatte 1.000 Jahre alt und sowohl hoeher als auch schiefer als der Turm von Pisa, was auf den Bildern auch ganz gut rauskommt. Birte, Meike und Milo haben sich dort auch kurz als Lastentraeger versucht. Natuerlich war ich bei Weitem nicht der einzige der das Fotografiert hat,
sondern von der Aktion gibt es jetzt sicher 100 Bilder auf chinesischen Kameras, aber den Spass war’s wert.
Dann haben wir am naechsten Tag eine kleine Tour gemacht und sind zunaechst nach Tong Li gefahren. Das ist eins der vielen Doerfer die es in der Gegend gibt fuer die der Vergleich mit Venedig schon deutlich mehr angebracht ist. Hier ist wirklich alles, aehnlich wie in Venedig, komplett von Kanaelen durchzogen und in der alten Zeit hat sich extrem viel Leben auf dem Wasser abgespielt. Wie zu sehen waren auch hier wieder furchtbar viele Leute unterwegs und auch die Kinder sind wieder mal regelrecht belagert worden. Von dort sind wir dann rueber auf eine Insel gefahren die sich Xishan nennt und sich im zweitgroessten See Chinas befindet. Man kann dort ueber Bruecken mit dem Auto hinfahren und eine schoene Hoehle besuchen, was wir uns natuerlich nicht entgehen liessen. Wir hatten zwar keine wirklich grossen Erwartungen an die Hoehle und die Anreise war auf Grund des Verkehrs auch ein bisschen stressig, aber am Ende war die Hoehle dann doch schoener
und groesser als wir dachten und hat gerade auf Lian einen bleibenden Eindruck gemacht, da er die folgenden Tage immer wieder “Hooooooehle” gerufen hat. Am Tag der Abreise sind wir dann noch in Suzhou selbst ein bisschen mit dem Boot durch die Kanaele gefahren. Das war sehr nett und Birte, Meike und auch Milo durften mal ans Paddel ran. Ganz kurz bevor es dann an den Flughafen ging hat Lian noch mal fuer einen richtigen Aufreger gesorgt da er im Hotelinnenhof auf der Jagd nach Seifenblasen hinfiel und mit der Backe auf einem Steinvorsprung gebremst hat. Dabei hat er sich einen ziemlich tiefen Schnitt abgeholt der anz
schoen geblutet hat so dass Birte kurz vor der Ohnmacht stand und ich mit ihm ins Krankenhaus zum naehen musste. Von selbigem Krankenhaus sind wir dann direkt zum Flughafen und haben zum Glueck den Flieger heim nach Peking noch gut
erwischt.
Dort hat dann auch gleich der Osterhase gewartet, der freundlicher Weise im Ri’Tan Park vorbei gekommen ist und fuer alle ein paar schoene Geschenke und Leckerlis versteckt hat. Wie zu sehen waren wir 3 Familien mit Kids und hatten alle miteinander einen riesen Spass dabei.Zum grossen Abschluss waren wir dann natuerlich noch beim alljaehrlichen Osterbrunch im West Inn Hotel, wo es mal wieder sowohl lustig als auch richtig lecker war.
So, das war’s jetzt mal wieder; euch allen einen hoffentlich schoenen Fruehling,
Tommy




